Nepal 2026: Humanitärer Hilfseinsatz erfolgreich abgeschlossen
Vier Einsatzkräfte, zehn Tage im Katastrophengebiet und Hilfe für rund 2.000 Menschen.
Nach der verheerenden Flutkatastrophe vom 26. August 2026 machte sich unser fünfköpfiges Humanitarian Response Team (HRT) Anfang Oktober auf den Weg nach Nepal. Unser Ziel: den Menschen in den schwer betroffenen Gebieten nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern sie insbesondere auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten.
Unsere Einsatzbasis lag in Bidur im Distrikt Nuwakot. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner Transformation Nepal erkundeten wir die zerstörten Gebiete entlang des Trishuli-Flusses, sprachen mit betroffenen Familien, Gemeindevertretern und lokalen Behörden und ermittelten die dringendsten Bedarfe.
Das Ausmaß der Zerstörung war erschütternd. Gewaltige Geröllmassen, zerstörte Häuser, weggespülte Straßen und Brücken prägen noch immer das Tal. Selbst viele Kilometer flussabwärts sind die Folgen der Katastrophe unübersehbar. Zahlreiche Familien haben ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage verloren.
Unsere Assessments zeigten, dass die Versorgung mit Trinkwasser vielerorts bereits durch andere Hilfsorganisationen unterstützt wurde. Eine andere Herausforderung erwies sich jedoch als besonders dringlich: Tausende Menschen leben weiterhin in provisorischen Unterkünften, die kaum Schutz vor den sinkenden Temperaturen bieten.
Deshalb konzentrierten wir unsere Hilfe auf die Winterversorgung und die unmittelbaren Bedürfnisse der betroffenen Familien.
Mit einem Hilfsgütervolumen von rund 28.000 Euro beschafften wir vor Ort Matratzen, warme Decken, Kissen und Matratzenauflagen, Winterkleidung, haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und Solarlampen.
Die Verteilungen erfolgten an zuvor persönlich erkundeten Standorten entlang eines rund 45 Kilometer langen Einsatzkorridors im Distrikt Nuwakot. Dabei erreichten wir auch abgelegene Bergdörfer. Die Zufahrt führte über schmale, kurvenreiche Bergstraßen, vorbei an Ratmate und über die Höhenzüge im Raum Bungtang und Deurali. Dort, wo die Hilfe besonders schwer ankommt, konnten wir Familien unmittelbar unterstützen.
Insgesamt erreichten unsere Hilfslieferungen rund 400 Familien – etwa 2.000 Menschen, darunter schätzungsweise 1.200 Kinder.
Alle vorgesehenen Hilfsgüter konnten erfolgreich beschafft und verteilt werden. Möglich wurde dies durch die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender, die Zusammenarbeit mit unseren nepalesischen Partnern und den unermüdlichen Einsatz unseres Teams.
Was von diesem Einsatz bleibt, sind nicht nur Bilder gewaltiger Zerstörung, sondern vor allem die Begegnungen mit Menschen, die trotz schwerster Verluste ihre Hoffnung und ihre Würde bewahren.
Unser Einsatz in Nepal ist abgeschlossen. Die Herausforderungen für die betroffenen Menschen sind es noch lange nicht.
Drei Musketiere Reutlingen e.V. – Humanitarian Response Team | Nepal, Oktober 2026






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