NEPAL - Es geht los
Wochenlang haben wir geplant, telefoniert, gerechnet, gepackt, Dokumente ausgetauscht und gewartet. Vor allem haben wir auf eines gewartet: die offizielle Genehmigung des nepalesischen Social Welfare Council.
Jetzt ist sie da.
Am 4. Oktober startet unser fünfköpfiges Humanitarian Response Team nach Nepal.
Am 26. August traf eine verheerende Flutkatastrophe Nepal. Innerhalb kürzester Zeit wurden Häuser, Straßen, Brücken und ganze Existenzen zerstört. Rund 33.000 Menschen in fünf Distrikten waren betroffen, mehr als 7.500 Häuser wurden beschädigt. Besonders schwer traf es Nuwakot: 17.082 Menschen aus 4.418 Haushalten waren dort unmittelbar betroffen. Allein in der Stadt Bidur wurden mehr als 3.000 beschädigte Gebäude erfasst. OnlineKhabar
Genau dort werden wir arbeiten.

Der Einsatz beginnt lange vor dem Abflug
Humanitäre Hilfe bedeutet eben nicht einfach, einen Rucksack zu packen und loszufliegen. Die formale Genehmigung unseres Einsatzes durch das Social Welfare Council Nepal war ein langer und teilweise nervenaufreibender Prozess. Bis wenige Tage vor unserer Abreise war nicht sicher, ob alle notwendigen Freigaben rechtzeitig vorliegen würden.
Am 30. September kam schließlich das Dokument, auf das wir gewartet hatten: Unser gemeinsames Hilfsprojekt mit unserem nepalesischen Partner Transformation Nepal ist offiziell genehmigt.
Seitdem laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren.
Unsere Ausrüstung ist gepackt. Notfallrucksäcke, medizinisches Material, Funkgeräte, Satellitenkommunikation und Einsatztechnik stehen bereit. Abläufe, Kommunikation und Notfallverfahren sind geplant. Und trotzdem sind wir aufgeregt. Denn man kann vieles vorbereiten – aber ein Katastrophengebiet lässt sich nicht vollständig planen.
Die Katastrophe ist vorbei. Die Not nicht.
Viele Menschen haben die ersten Notunterkünfte inzwischen verlassen. Das ist eine gute Nachricht – bedeutet aber nicht, dass sie keine Hilfe mehr benötigen. Häuser und Wasserversorgung sind beschädigt, Infrastruktur muss wiederhergestellt werden, Familien brauchen weiterhin Hygieneartikel, Lebensmittel und Dinge des täglichen Lebens. Der Zugang zu medizinischer Versorgung bleibt für besonders vulnerable Menschen eine Herausforderung. Weltgesundheitsorganisation
Unser erster Schwerpunkt wird Bidur in Nuwakot sein. Gemeinsam mit Transformation Nepal werden wir zunächst in besonders betroffenen Stadtteilen Assessments durchführen. Erst dann entscheiden wir, wo unsere Hilfe den größten Unterschied machen kann: bei WASH und sauberem Wasser, Hygiene, kleineren Wiederaufbaumaßnahmen, Lebensmittel- und Hilfsgüterverteilungen oder medizinischer Basisversorgung.
Wir reisen nicht mit der Vorstellung an, bereits alle Antworten zu kennen.
Wir reisen hin, um zuzuhören, hinzusehen und dann dort zu helfen, wo Hilfe tatsächlich gebraucht wird.
Fünf Menschen. Zehn Tage Einsatz. Viel Ausrüstung. Noch mehr Respekt vor dem, was uns erwartet.
Nepal – wir sind unterwegs.






Kommentare